Kloster Cazis

 

Über uns // In der Backstube.

Schauen Sie Sr. Aurelia beim Brot backen über die Schultern.

 


… bis ein herrlicher Duft
die Backstube erfüllt.

AM VORABEND. Sr. Aurelia bereitet den Vorteig zu. Etwa 2 Quartanen Mehl – das entspricht 4 Kilogramm oder einem Drittel der Gesamtmenge – werden gemischt mit 25 Gramm Hefe und 6,5 Liter Wasser. Die Masse wird 10 Minuten lang geknetet. Daneben weicht Sr. Aurelia 4 Kilogramm Roggenschrot ein.


5 UHR. Am nächsten Morgen mischt Sr. Aurelia 3 weitere Quartanen Mehl mit dem eingeweichten Roggenschrot, mit Wasser, 160 Gramm Hefe und 400 Gramm Salz. Dieser zweite Teig wird 10 Minuten mit der Teigmaschine geknetet.


7 UHR. Der Vorteig wird mit dem zweiten Teig zusammengelegt. Eine Stunde später zündet Sr. Aurelia das Holz im Backofen an und gibt nach Bedarf weiteres Holz dazu. Mit dem Aschenschaber wird die Glut immer wieder verteilt.



8.45 UHR. Das Brot wird «ausgemacht», wie man früher sagte – es wird geformt. Zu diesem Zweck wägt Sr. Aurelia je 1,2 Kilogramm Teig ab und formt schliesslich etwa 33 Brote. Die Teiglaibe werden auf ein Brett gelegt, voneinander abgetrennt durch ein Teigtuch. Dann lässt Sr. Aurelia die Brote aufgehen.

 

Mehl, Hefe, Salz, Wasser, Schrot.

9.15 UHR. Der Ofen wird bereit gemacht. Glut und Asche werden mit dem Aschenschaber ins Aschenloch geschoben. Mit zwei nassen Jutesäcken reinigt Sr. Aurelia den Ofen von den Resten der Glut und von der Asche. Nach dem Reinigen des Ofens werden die Brote mit der «Schüssel», der Einschiebeschaufel, eingeschossen.


9.30 UHR. Sr. Aurelia schliesst die Ofentür. Eine gute halbe Stunde später kann sie die gebackenen Brote herausholen und auskühlen lassen. Ein herrlicher Duft erfüllt die Backstube. Bald kommt das frische Brot auf den Tisch, und Sr. Aurelia hat ihr erstes Tagwerk vollbracht.

Bild Olivia Item

Bilder Peter Mathis