Unser Heiligtum

Das Urbild in San Sisto Vecchio - Die Ikone der Cazner Dominikanerinnen - Greifbare Gemeinschaftsberufung

Vom Urbild von San Sisto Vecchio...


Die kleine Anbetungskapelle, im Herzen unserer Klausur verborgen, ist Maria als der Mutter der Reform geweiht. Diesen Namen gaben wir ihr als Gemeinschaft in der neugemalten Ikone mit den leeren Händen: Maria, Mutter der Reform.

Die Ikone von Dan Siluan

Ihre Geschichte reicht weit zurück: Am 28. Februar 1221 übertrug der heilige Dominikus, unser Ordensgründer, in Rom ihr Urbild den Benediktinerinnen von Trastevere voran in das Reformkloster San Sisto Vecchio. Diese Schwestern hatten sich weit von ihrer eigentlichen Berufung entfernt und konnten nun mit Maria und unter der Leitung des hl. Dominikus einen neuen Anfang machen.

Dieses Urbild, von dem nur noch das Gesicht und andeutungsweise die Hände erhalten sind, befindet sich heute noch bei den Dominikanerinnen auf dem Monte Mario in Rom. Wie alt diese Ikone tatsächlich ist, ist unklar. Nach der Tradition wird sie dem Evangelisten Lukas zugeschrieben; historische Gutachten datieren sie etwa ins 9. Jahrhundert.

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...zur Ikone der Cazner Dominikanerinnen

Nachdem in den Gemeinschaftsexerzitien 1994 und 1995 viel bei uns aufgebrochen war, entschlossen wir uns, im schlecht genutzten Teil unseres Klausurgartens ein Marienheiligtum zu bauen. Nach dem Urbild der Marienikone von San Sisto malte uns Dan Siluan unsere Marienikone der Dominikanerinnen von Cazis.


Beim Spatenstich (oben). Das Heiligtum im Bau (rechts oben). Bei der Anbetung (rechts unten).

Am Pfingstfest 1996 wurde die Ikone feierlich geweiht und hielt noch im gleichen Jahr ihren Einzug in unser neu gebautes Heiligtum, welches am 28. Februar 1997 in einer eindrücklichen Feier von unserem Bischof geweiht wurde.

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Greifbare Gemeinschaftsberufung

Maria, die Mutter der Reform... Ihr Fest ist der 28. Februar. Mit ihr wollen wir bewusst unseren Weg gehen. Ihre leeren Hände weisen auf den Tabernakel hin, unter dessen «Schwelle» Wasser hervorquillt nach dem Schriftwort: «Ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte.» (Ez 47, 1) Und: «Wohin dieses Wasser kommt, dort wird alles gesund.» (Ez 47, 9)

In dieser Anbetungskapelle übergeben wir jeden Tag die Menschen, die uns begegnen, die Nachrichten, die uns ereilen ... die Welt und uns selber IHM. Maria wartet auf uns mit offenen Augen und leeren Händen, und sie wird nie etwas anderes tun, als mit allem zu Gott hinzueilen und einzig IHN allein wieder weiterzuschenken.

In Maria und in diesem Heiligtum wird unsere Gemeinschaftsberufung fast greifbar, die da heisst:

«Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.» (Jes 12, 3)

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