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Dominikus
und die dominikanische Spiritualität - Dominikanische
Spiritualität - Dominikanerin im Kloster
Cazis
Das
Leben des hl. Dominikus
Dominikus
und die dominikanische Spiritualität
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Das Leben
des hl. Dominikus war geprägt vom Wort Gottes, das er ganz in sich
aufgenommen hatte und das sein Lebensquell war. Jordan von Sachsen,
einer seiner ersten Gefährten und der zweite Ordensmeister bezieht
auf ihn das folgende Wort: «Selig, die das Wort Gottes hören
und es bewahren.» (Lk 11,28)
Das Bewahren des Gotteswortes besteht nach Jordan darin, es zum einen
im Gedächtnis zu bewahren und zum andern, dieses Gehörte zur
Auswirkung zu bringen und in die Tat umzusetzen.
| Aus
der Ergriffenheit vom Evangelium Jesu Christi entstand in Dominikus
der Wunsch, diese frohe Botschaft den Menschen zu bringen, damit
auch sie darin ihr Heil finden. Dazu gründete er 1206 zunächst
das Frauenkloster in Prouilhe und dann 1215 den Predigerorden, der
sich in kürzester Zeit über die Welt ausgebreitet hat
und auch heute in mehr als 100 Ländern dieser Welt vertreten
ist. |
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Dominikanische
Spiritualität
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Ein Wort prägt die dominikanische Spiritualität ganz besonders:
«Betrachten und das Betrachtete weiterschenken.» Darunter
verstehen wir: aus den Quellen des Wortes Gottes zu leben, es in unserem
Herzen zu bewegen und es dann, so wie es in uns eingeprägt ist
zu den Menschen zu bringen.
Zunächst geschieht dies durch unser Dasein und zusätzlich
dort, wo wir konkret in die Verkündigung berufen worden sind (Unterricht,
Katechese,...). Es geht darum, den Menschen die Wahrheit der frohen
Botschaft zu verkünden, dass Christus um unseres Heiles willen
Mensch geworden ist und uns in seinem Kreuzestod erlöst hat.
Die dominikanische Spiritualität ist zutiefst geprägt von
der Barmherzigkeit Gottes, der in seinem Sohn Jesus Christus jedem Menschen
die Erlösung geschenkt hat. Dominikus selber hat immer wieder das
Geheimnis der Erlösung vor dem Kreuz betrachtet. Sein ganzes Leben
und Beten war danach ausgerichtet.
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Unser
letzter Ordensmeister, Fr. Timothy Radcliffe OP, fasst dies so
zusammen: «Für uns Dominikaner/Innen ist das Erlernen
der Liebe untrennbar verbunden mit dem Ergriffensein vom Mysterium
der Erlösung der Menschheit durch Gott. Das ist unsere Schule
der Liebe.»
Bild
rechts: Generalkapitel in Providence, USA, Juli/Aug. 2001
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Dominikanerin
im Kloster Cazis
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Unsere
Gemeinschaftsberufung: «Ihr
werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.»
(Jes 12,3) umgreift die dominikanische Spiritualität konkret für
uns als Dominikanerinnen von Cazis. Wir schöpfen aus dem Reichtum
des Wortes Gottes, der Sakramente, der persönlichen Christusbeziehung,
um diesen Quell fruchtbar zu machen: hier in unserer Gemeinschaft, für
die Menschen, die uns anvertraut sind, für alle Menschen in der
Welt.

Das
Dominikusgebet, das wir täglich in der Vesper beten, fasst dies
zusammen: «Heiliger Vater Dominikus, betend und betrachtend hast
du unablässig die Gesinnung Christi in dich aufgenommen, verlangend
nach dem Heil der Menschen, hast du Christi frohe Botschaft verkündet.
Hilf auch uns, Christus immer mehr zu lieben, Ihm in Treue nachzufolgen,
unser Leben einzusetzen, damit Gottes Reich komme und die Welt gerettet
werde.»
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